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Klimafolgen und Klimaanpassung
© Landkreis Stade / Daniel BenekeHitze und Dürre, Starkregen, steigende Hochwasser an der Elbe und ihren Nebenflüssen oder vermehrte Schädlingsplagen in der Landwirtschaft können Folgen des Klimawandels im Landkreis Stade sein. Damit es nicht so weit kommt und um die Verletzlichkeit der Region zu verringern, sind Anpassungsmaßnahmen notwendig: Deicherhöhungen, Renaturierungen von Flussläufen und Mooren, das Freihalten der Überschwemmungsgebiete, Bodenentsiegelung, ein verbesserter Katastrophenschutz, sturm- und hochwassersichere Gebäude – um nur wenige Beispiele zu nennen.
Klimaanpassungskonzept Landkreis Stade
Seit 2026 sind mit der Novelle des NKlimaG alle Landkreise in Niedersachsen zur Erstellung von Klimaanpassungskonzepten verpflichtet. Der Landkreis Stade hat bereits Anfang 2025 mit der Erstellung begonnen und das Klimaanpassungskonzept befindet sich aktuell in Fertigstellung. Es beinhaltet eine Klimarisikoanalyse, in der untersucht wurde, wie sich das Klima im Landkreis Stade in naher und ferner Zukunft ändern wird und welche Einflüsse das auf die Cluster Menschliche Gesundheit, Jugend, Wasser, Biodiversität, Ökonomie und Planung und Vorsorge hat. Im zweiten Teil besteht das Konzept aus einen Maßnahmenkatalog mit 24 konkreten Maßnahmen, deren Umsetzung die Verwundbarkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels verringern soll. Zur Umsetzung des Konzeptes wurde bereits 2024 eine Klimaanpassungsmanagerin eingestellt.
Um die Klimawandelfolgen zu erforschen und Anpassungsmaßnahmen für die Region zu entwickeln, wurde das Projekt KLIMZUG-NORD ins Leben gerufen. Für die Metropolregion Hamburg entstand ein Handlungskonzept, das unter untenstehendem Link zur Verfügung steht.
Durch den Klimawandel ändern sich die Wasserstände, Strömungsverhältnisse und der Transport der Sedimente der Binnenflüsse. Die Ergebnisse des von KLIMZUG-NORD flossen in die weitergehenden Untersuchungen des Flusslaufes der Este ein, die im Folgeprojekt „Klimaanpassung Einzugsgebiet Este“ (kurz: KLEE) vorgenommen wurden. Der Landkreis Stade erarbeitete gemeinsam mit seinen KLEE-Verbundpartnern in den Lern- und Aktionsallianzen, welche komplexen Wirkungszusammenhänge und Problemlagen zu bewältigen und welche Klimaanpassungsmaßnahmen beim Hochwasserschutz und beim Sedimenteintrag und -transport sinnvoll sind. Zur Umsetzung der Ergebnisse des KLEE-Projekts wurde die Hochwasser-Partnerschaft weiterentwickelt in den Hochwasserschutzverband, der in Kürze seine Arbeit aufnimmt.




