
So groß war die Beteiligung noch nie: Rund 75 Interessierte kamen zum Mobilitätsforum ins Stader Kreishaus, um gemeinsam die Mobilität der nächsten 15 bis 20 Jahre im Landkreis Stade mit zu gestallten.© Landkreis Stade / Nina Dede Dabei müssen sehr unterschiedliche Interessen und Ideen miteinander in Einklang gebracht werden. Ob zu Fuß, mit dem Rad, mit Bus oder Auto, auf der Schiene oder mit der Fähre, ob jung oder alt, ob mit Beeinträchtigung, ob Stadt oder Land – die Mobilität im Landkreis kommt auf den Prüfstand. Es herrscht durchaus Nachholbedarf. Schließlich wuchs die Bevölkerung im Landkreis Stade stetig, die Infrastruktur aber nicht im selben Tempo, wie der Erste Kreisrat Thorsten Heinze erläuterte: „Mobilität hat sich verändert, daran müssen wir uns anpassen.“
Derzeit werden Maßnahmen und Handlungsempfehlungen erstellt. Dabei arbeitet die Mobilitätsbeauftragte des Landkreises Stade, Leoni Westerkamp, eng mit dem Dortmunder Fachbüro Planersocietät zusammen. Eng eingebunden waren und sind weiterhin die Bürgerinnen und Bürger, so Leoni Westerkamp: „Wir wollen das Gesamtverkehrskonzept mit den Menschen gestalten, für die wir das erstellen.“ Gleichzeitig erhöht das die Akzeptanz in der Bevölkerung.

Gemeinsam erarbeiten sie das Gesamtverkehrskonzept für die Region: Die Mobilitätsbeauftragte des Landkreises Stade, Leoni Westerkamp (vorne links) und Thorsten Heinze, Erster Kreisrat (hinten rechts) mit dem Team Dortmunder Fachbüro Planersocietät.© Landkreis Stade / Nina Dede Das Fahrrad werde immer beliebter – auch bei Urlauberinnen und Urlaubern. Mehr als 1.000 Kilometer ausgeschilderte Radwege führen durch den Landkreis. Das sei inzwischen ein wichtiger Tourismusaspekt, sagte Ines Utecht, Geschäftsführerin vom Tourismusverband Landkreis Stade/ Elbe, auf dem Podium: „Rund 8,6 Millionen Tagesgäste kommen pro Jahr in unsere Region. Viele von ihnen möchten den Landkreis mit dem Rad erkunden.“
Intensiver Austausch beim Dialogmarkt
Doch nicht nur Fachleute kamen beim Mobilitätsforum zu Wort. Beim Dialogmarkt war der Name Programm: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen ins Gespräch, informierten sich an Ständen und stimmten ab, welche Aspekte und Bereiche besonders wichtig seien. Fünf Themenschwerpunkte hatte die Kreisverwaltung gemeinsam mit dem Fachbüro dabei gesetzt: Nahmobilität, ÖPNV, motorisierter Individualverkehr (MIV), Wirtschafsverkehr sowie Mobilitätsmanagement und vernetzte Mobilität. Diese verschiedenen Mobilitätsformen sollen keineswegs in Konkurrenz stehe, betonte Leoni Westerkamp: „Wir wollen – wie der Name impliziert – ein Gesamtverkehrskonzept für sämtliche Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer erarbeiten und damit die Mobilität im Landkreis Stade weitervoranbringen.“
Weitere Informationen dazu gibt es auf der Website des Landkreises Stade: Integriertes Gesamtverkehrskonzept für den Landkreis Stade | Landkreis Stade.

