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BVD - Bovine Virusdiarrhoe

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Was ist BVD?Kalb © Landkreis Stade© Landkreis Stade

Die BVD (Bovine Virusdiarrhoe) ist eine durch ein Virus verursachte Infektionskrankheit bei Rindern, die zu den anzeigepflichtigen Tierseuchen gehört. Bei dem Erreger werden verschiedene Genotypen und Biotypen unterschieden. Je nachdem, wann ein Rind mit dem Virus in Kontakt kommt, kann es zu einer vorübergehenden (transienten) oder einer dauerhaften (persistierenden) Infektion kommen. Bei der vorübergehenden Infektion hängt die Ausprägung von Krankheitserscheinungen stark vom Alter, Geschlecht und dem Trächtigkeitszustand des Einzeltieres ab.

Von besonderer Bedeutung ist die Infektion trächtiger Tiere. In Abhängigkeit von dem Trächtigkeitsstadium kann es zu Umrindern, zu Aborten, zur Geburt lebensschwacher oder missgebildeter Kälber oder der Geburt sog. Virämiker kommen. Letztere entstehen, wenn das Muttertier im ersten Drittel der Trächtigkeit erstmalig mit dem BVD-Virus infiziert wird. Nach Ablauf der normalen Trächtigkeitsdauer kommt es zur Geburt eines äußerlich gesunden Kalbes, welches lebenslang Virusträger und Ausscheider ist. Diese Kälber, die sog. BVD-Virämiker, stellen eine ständige Infektionsgefahr für den Rinderbestand dar. In der gesamten Rinderpopulation machen die Virämiker schätzungsweise etwa 1- 2 % der Tiere aus. Im Einzelbetrieb kann der Anteil aber um ein Vielfaches höher liegen. 

Wie erfolgt die Bekämpfung der BVD?

Lt. Bundesverordnung ist ein dort geforderter 12-monatiger Beobachtungszeitraum zur Erlangung des Bestandsstatus „BVD-unverdächtig erforderlich. Dieser Status stellt die Grundlage für die Erleichterung im Handel mit Rindern ab dem 01.01.2011 dar. Der Anschluss an die BVD-Leitlinien ist freiwillig und erfolgt per Verpflichtungserklärung, die Sie hier runterladen können. Ohne Erklärung kann keine Beihilfe bei Tierverlust, Impfstoffkosten, Laborkosten gezahlt werden.


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