Landkreis Stade

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Dieses Foto zeigt Großeltern mit ihrer Enkelin © Landkreis Stade© Landkreis StadeDer demographische Wandel in Deutschland prägt unsere Gesellschaft. Auch der Landkreis Stade unterliegt der allgemeinen demographischen Entwicklung. In Zukunft wird es mehr ältere Menschen geben, der Anteil der jüngeren Bevölkerung wird – je nach Zuwanderung und Entwicklung der Geburtenziffern – stagnieren und langfristig sinken. Damit wird auch die Altersgruppe der 18- bis 65-Jährigen und damit verbunden das Potential an Erwerbstätigen zurückgehen. Die Bevölkerungsentwicklung und -verteilung verläuft im Landkreis Stade jedoch kleinräumig sehr unterschiedlich.

Während für den gesamten Landkreis Stade laut den Berechnungen des SAGS-Instituts (siehe Bericht zur Bevölkerungsvorausberechnung 2030 unten) ein Einwohnerzuwachs bis 2030 um rund 4 % (etwa 9.000 Menschen) erwartet wird, ergeben sich regional große Unterschiede. Die Spannbreite in den Städten und Gemeinden reicht von 22 % Einwohnerzuwächsen bis zu 12 % Einwohnerverlusten. Schon gegenwärtig gibt es Regionen, die eine Bevölkerungsstagnation bzw. -abnahme zu verzeichnen haben. Die südlichen und östlichen Regionen des Landkreises sind dagegen seit 2000 spürbar gewachsen. Für die Städte Stade und Buxtehude zeigt sich ein typischer Stadt-Umland-Effekt: Familien ziehen bevorzugt in die Nachbargemeinden der beiden Städte, während Singles und kinderlose Paare (zunächst) häufiger in den beiden Städten wohnen.

Der demographische Wandel stellt uns jedoch nicht nur vor Herausforderungen, wir müssen ihn zugleich auch als Chance begreifen und frühzeitig handeln. Eine Auseinandersetzung mit den aktuellen und zukünftigen Bevölkerungszahlen ist somit unerlässlich. Wir müssen aus den Zahlen Schlüsse ziehen und frühzeitig eine aktive Gestaltung des Anpassungsprozesses bei der sozialen und technischen Infrastruktur, bei Wohnangeboten, der Mobilität und sonstigen Daseinsanforderungen konzeptionell koordinieren.

Politik, Wirtschaft, Verwaltung sowie Infrastruktur- und Sozialträger sind aufgefordert, in kontinuierlicher Abstimmung miteinander und unter Einbindung weiterer relevanter Akteure, Strategien für eine langfristige Tragfähigkeit der Daseinsvorsorge zu entwickeln. Nur so kann die Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit des Landkreises Stade gesichert und weiterentwickelt werden.

Die nachfolgende Bevölkerungsvorausberechnung wurde in Zusammenarbeit mit dem SAGS-Institut (Augsburg) angefertigt und dient als statistische Arbeits- und Diskussionsgrundlage. Sie umfasst neben den Einwohnerentwicklungen auf Landkreisebene ebenso die Entwicklungen auf Ebene der Städte, Einheits- und Samtgemeinden sowie der Mitgliedsgemeinden. Zusätzlich werden auch weitere Themen wie Haupt- und Nebenwohnsitze, Haushaltsgrößen und Einwohner aus EU- und Nicht-EU-Staaten dargestellt.

Die für den Landkreis Stade durch SAGS erarbeitete Bevölkerungsvorausberechnung 2030 basiert auf den demografischen Strukturdaten und Wanderungsannahmen, die von den kreisangehörigen Gemeinden ab Januar 2020 an den Landkreis bzw. an SAGS übermittelt wurden. Methodisch umgesetzt wurde die Bevölkerungsvorausberechnung anhand der natürlichen Bevölkerungsbewegungen und anhand von Wanderungsbewegungen. Aus ihnen ergibt sich die Veränderung des Bestands der Bevölkerung. Die natürliche Bevölkerungsbewegung ist hierbei als Saldo der Geburten und Sterbefälle zu verstehen. Die Wanderungsbewegung ergibt sich als Saldo aus Zu- und Fortzügen. Für die Bewegungen (Geburten, Sterbefälle und Wanderungen) wurden in der Vorausberechnung bestimmte Annahmen getroffen, um die Bevölkerung in die Zukunft fortzuschreiben.

Von der Fa. SAGS wurden insgesamt vier Varianten der möglichen Bevölkerungsentwicklung ausgearbeitet und analysiert. Neben einer Bevölkerungsprognose mit den auf Ebene der Mitgliedsgemeinden angenommenen Wanderungen, wurde auch eine Variante ohne diese Wanderungen ausgearbeitet. Diese ermöglicht es, die natürliche Entwicklung der Bevölkerung auf Grund von Geburten und Sterbefällen ohne verzerrende Effekte von Wanderungen zu analysieren. Zusätzlich wurde eine Variante mit niedrigen Wanderungsannahmen (Abschlag von 25 %) und eine Variante mit höheren Wanderungsannahmen (Aufschlag von 25 %) ausgearbeitet, um die Auswirkungen von höheren oder niedrigeren (im Vergleich zu den angenommenen) Wanderungssalden bzw. Geburtenziffern analysieren zu können.

Insgesamt zeigt der Bericht auf, dass die Geburtenrate des Landkreises Stade mit 1,73 Kindern pro Frau für die Jahre 2017 bis 2019 zwar über den niedersächsischen Vergleichswerten (1,56 Kindern pro Frau) liegt. Mittel- und langfristig ergibt sich jedoch ein Anwachsen der Bevölkerung nur aus möglichen Zuwanderungen, da seit Anfang des Jahrhunderts ein stetiger Sterbefallüberschuss vorliegt.

Die vollständige Bevölkerungsvorausberechnung 2030 finden Sie im Folgenden zum Herunterladen.

Datei: Bevölkerungsvorausberechnung bis 2030 für den Landkreis Stade 


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