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BVD - Bovine Virusdiarrhoe

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Was ist BVD?Kalb © Landkreis Stade© Landkreis Stade

Die Bovine Virusdiarrhoe (BVD) ist eine durch ein Virus verursachte Infektionskrankheit bei Rindern, die weltweit vorkommt und zu den verlustreichsten Virusinfektionen bei Rindern zählt. Die BVD ist nach neuem EU-Tiergesundheitsrechts eine Tierseuche der Kategorie C (eine optional zu tilgende Seuche).

Je nachdem, wann ein Rind sich mit dem BVD-Virus infiziert, kann es zu einer vorübergehenden (transienten) oder einer dauerhaften (persistierenden) Infektion kommen. Bei der vorübergehenden Infektion hängt die Ausprägung von Krankheitserscheinungen stark vom Alter, Geschlecht und dem Trächtigkeitszustand des Einzeltieres ab.

Von besonderer Bedeutung ist die Infektion tragender Rinder. In Abhängigkeit von dem Trächtigkeitsstadium kann es zu Umrindern, zu Aborten, zur Geburt lebensschwacher oder missgebildeter Kälber oder zu der Geburt sogenannter Virämiker kommen. Letztere entstehen, wenn das Muttertier im ersten Drittel der Trächtigkeit erstmalig mit dem BVD-Virus infiziert wird. Nach Ablauf der normalen Trächtigkeitsdauer kommt es zur Geburt eines äußerlich gesunden Kalbes, welches jedoch lebenslang ein Virusträger und Virusausscheider ist. Solche virämischen Kälber stellen eine ständige Infektionsgefahr für andere Rinder dar. Aus diesem Grund wird jedes Kalb direkt nach seiner Geburt über eine Gewebeprobe (eine Ohrstanzprobe) auf eine Infektion mit dem BVD-Virus untersucht. Ein virämisches Kalb muss sofort euthanasiert werden.

Impfverbot gegen BVD

Das Land Niedersachsen strebt nach dem Inkrafttreten des neuen EU-Tiergesundheitsrechts eine Anerkennung als BVD-freie Zone an. Voraussetzung für eine solche Anerkennung ist unter anderem ein Impfverbot. Aus diesem Grund gilt per Allgemeinverfügung ein Impfverbot bei Rindern gegen das BVD-Virus ab dem 01.01.2022 im Landkreis Stade.

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