Landkreis Stade

Inhalt

Vorlage - 2013/0265  

Betreff: Bildungsregion Landkreis Stade; Sachstand
Status:öffentlichVorlage-Art:Sitzungsvorlage
Berichterstatter/in:EKR Dr. Lantz
Federführend:Amt für Wirtschaft, Verkehr und Schulen Bearbeiter/-in: Baak, Kai-Ulrich
Beratungsfolge:
Ausschuss für Schule und Bildung Kenntnisnahme
29.08.2013 
Sitzung des Ausschusses für Schule und Bildung zur Kenntnis genommen   

Beschlussvorschlag:

 

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

Bildungsangebote von Schulen und kulturellen Einrichtungen, von Kindertagesstätten und Vereinen, von Weiterbildungseinrichtungen und außerschulischen Lernorten bilden die Vielfalt der regionalen Bildungslandschaft ab. Um diese Angebote besser auf einander zu beziehen und Transparenz zu schaffen, zu informieren, Kooperationen aufzubauen und zu vernetzen und damit auch die Angebote, Stärken und Besonderheiten der Region optimal für Bildung nutzbar zu machen, wird in Landkreisen und (kreisfreien) Städten seit einigen Jahren an der Weiterentwicklung zur Bildungsregion gearbeitet und werden Unterstützungsstrukturen aufgebaut. Durch die Teilnahme am Bundesprogramm „Lernen vor Ort“ konnte der Landkreis Stade diesen Weg ebenfalls begehen, hat das Bildungsbüro und mit den regionalen Partnern Kooperationsstrukturen aufgebaut sowie durch die Förderung des Bundes auch bestimmte Maßnahmen umsetzen können.

 

Der Kreisausschuss hat hierzu in seiner Sitzung am 20.02.2012 den Beschluss gefasst, dass die Weiterentwicklung einer regionalen Bildungslandschaft im Landkreis Stade unterstützt wird. In der Beschlussvorlage DSNR 16/12/020 wurde hierzu u. a. angeführt:

 

Die strategische Zielsetzung sollte es weiter sein, den Landkreis Stade zu einem herausragenden Bildungsstandort zu machen.

 

Für die Weiterentwicklung der regionalen Bildungslandschaft im Landkreis Stade sollten dabei regional gestaltbare inhaltliche Zielsetzungen Priorität haben.

 

Um die Weiterentwicklung der regionalen Bildungslandschaft im Landkreis Stade erfolgreich gestalten zu können, sollten dabei folgende Grundsätze beachtet werden:

 

-              Statt Denken in getrennten Zuständigkeiten wird die gemeinsame Verantwortung für den Bildungsstandort in den Vordergrund gerückt. Die Aufgaben und bestehenden Zuständigkeiten bleiben erhalten, die Akteure beziehen aber den Gesichtspunkt der gemeinsamen Verantwortung bei der Entscheidungsfindung für ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereich ein und stimmen ihr Handeln miteinander ab.

-              Jenseits der bestehenden (und anzuerkennenden) Grenzen der eigenen Gestaltungsmöglichkeiten wird an den gestaltbaren Themen der Bildungsregion gearbeitet. Regional nicht beeinflussbare Fragen (z.B. Grundsätze der Schulstruktur) sollen nicht dazu führen, dass gestaltbare Themen nicht angegangen würden.

-              Der einzelne Mensch und seine Voraussetzungen und Fähigkeiten stehen im Mittelpunkt der Entscheidungen und des Handelns.

-              Bildung bezieht sich auf den gesamten Lebenslauf, von der frühkindlichen Bildung bis in die nachberufliche Phase.

-              Das Bildungsverständnis legt die Einheit von Bilden, Betreuen, Erziehen zugrunde.

-              Die regionale Bildungslandschaft umfasst alle Angebote und Akteure des formalen, nonformalen und informellen Bereichs.

-              Bestehende Initiativen/Aktivitäten/Maßnahmen sind Bestandteil der bestehenden Bildungslandschaft. Die Weiterentwicklung der Bildungslandschaft baut auf ihnen auf und sieht sie als wertvolle Fundamente, die nicht vereinnahmt werden sollen, sondern deren Wirkungen im Einvernehmen durch Transparenz und Vernetzung verbessert werden soll.

 

Für die Verwirklichung ist das bei der Landkreisverwaltung angesiedelte Bildungsbüro zu verstetigen. Das Bildungsbüro soll Aktivitäten koordinieren und unterstützen, dokumentiert den erreichten Stand, es ist ein Ideengeber für neue Impulse zur Umsetzung der Strategie und der inhaltlichen Ziele.

 

Nach dem Beschluss des Kreisausschusses sind die Mitglieder der Steuerungsgruppe in einer Kooperationsvereinbarung übereingekommen, die Bildungsregion Landkreis Stade im Sinne der Grundsätze zu unterstützen und voranzutreiben.

 

Neben der Steuerung des Projektes Lernen vor Ort hat sich die Steuerungsgruppe intensiv mit der Frage der Strategie für die Bildungsregion Landkreis Stade beschäftigt und wie gemeinsam die Region gestärkt werden könnte.

 

Es hat eine Erörterung darüber stattgefunden, welche Ziele sich aus den oben dargestellten Grundsätzen für die Bildungsregion Landkreis Stade ableiten lassen. Dabei ist selbstverständlich, dass die Bildungsregion alle so genannten Bildungsakteure als Partner mit einbeziehen muss und für alle einen Nutzen haben soll. Um die gemeinsame Arbeit zu strukturieren und sichtbar zu machen, wird an einem Handlungskonzept für die Bildungsregion Landkreis Stade gearbeitet.

 

Die Ausführungen der o.g. Kreisausschuss-Vorlage und die Herangehensweise durch die Steuerungsgruppe entsprechen dabei der im NKomVG und in der GemHKVO verankerten Steuerungsphilosophie, die die Bedeutung der strategische Entwicklung der Kommune und in Zusammenhang mit dem Haushaltsplan die Steuerung über Ziele in den Vordergrund stellt. Insoweit kann der aktuelle Strategieprozess als Unterstützung auf diesem Weg verstanden werden.

 

Ausgehend von der übergeordneten Zielsetzung, dass der Landkreis Stade ein in der Metropolregion Hamburg herausragender Bildungsstandort und attraktiv für Menschen und Unternehmen ist, werden Leitgedanken formuliert und daraus Leitziele abgeleitet. Im Rahmen dieser Leitziele wurden von der Steuerungsgruppe nachstehende Handlungsfelder als für die Bildungsregion Landkreis Stade besonders wichtig erachtet:

-              Übergänge gestalten

-              Fachkräfte sichern

-              Bildungsqualität

-              Unterstützung und Vernetzung der Bildungsakteure.

 

Am 12.09.2013 findet in Stade die „Bildungskonferenz 2013 - unsere Strategie für die Zukunft!“ statt. In dieser Bildungskonferenz soll zunächst nachbereitet werden, was mit den Ergebnissen der Bildungskonferenz 2012 passiert ist und wo wir hier heute stehen. Im weiteren Verlauf soll das Handlungskonzept der Steuerungsgruppe präsentiert und die künftige Projektarbeit mit dem Plenum der Konferenz gemeinsam gestaltet werden.

 

Weitere und aktuelle Informationen erfolgen mündlich in der Sitzung des Ausschusses für Schule und Bildung.