Landkreis Stade

Inhalt

Vorlage - 2012/0159  

Betreff: Änderung der Verordnung über die Änderung der Schonzeit für Rabenkrähen im Landkreis Stade
Status:öffentlichVorlage-Art:Sitzungsvorlage
Berichterstatter/in:EKR Dr. Lantz
Federführend:Ordnungsamt Bearbeiter/-in: Gronau, Ralf
Beratungsfolge:
Feuerschutzausschuss Beratung
15.11.2012 
Sitzung des Feuerschutzausschusses (offen)   
Kreisausschuss Beratung
Kreistag Entscheidung
17.12.2012 
Sitzung des Kreistages ungeändert beschlossen   
Anlagen:
VO zur Änderung der VO zur Änderung der Schonzeit für Rabe…  

Der Änderung der Verordnung zur Änderung der Schonzeit für Rabenkrähen wird zugestimmt

Beschlussvorschlag:

Der Änderung der Verordnung zur Änderung der Schonzeit für Rabenkrähen wird zugestimmt.

Sachverhalt:

Sachverhalt:

Nach § 1 der Verordnung zur Änderung der Schonzeit für Rabenkrähen im Landkreis Stade (Rabenkrähen-Verordnung) vom 13.12.2010 wird die Jagdzeit für Rabenkrähen landkreisweit bis einschließlich dem 31.03.2013 geändert vom 01.08. bis 20.02. auf den Zeitraum vom 01.07. bis 31.03.

 

Die Jägerschaft des Landkreises Stade e. V. hat beantragt, die die Gültigkeitsdauer der Änderungsregelung um 5 Jahre bis zum 31.03.2018 zu verlängern. Zur Begründung wird nach wie vor insbesondere auf die Vermeidung von übermäßigen Wildschäden verwiesen.

 

Mit § 26 Abs. 2 NJagdG wird die Jagdbehörde ermächtigt, zum Erlegen von krankem oder kümmernden Wild, zur Wildseuchenbekämpfung, aus Gründen der Wildhege, des Artenschutzes oder zur Vermeidung von übermäßigen Wildschäden Schonzeiten durch Verordnung vorübergehend aufzuheben.  

 

Zum Verlängerungsantrag der Jägerschaft hat Herr Kreisjägermeister Bube im Sinne von § 38 Abs. 3 Satz 1 NJagdG wie folgt Stellung genommen:

 

Zur Begründung verweist er zunächst auf seine Ausführungen zur Änderungsverordnung vom 13.12.2010. Rabenkrähen sind weiterhin in sehr großer Zahl vorhanden und  verursachen übermäßige Wildschäden. Im Jagdjahr 2011/2012 sind 3.970 Stück erlegt worden. Gleichwohl konnte bisher die Rabenkrähenpopulation nicht spürbar gesenkt werden, so dass Rabenkrähen auch zukünftig intensiv bejagt werden müssen.  

 

Die Klagen über Rabenkrähenschäden durch Landwirte und Obstbauern, aber auch durch Privatpersonen in Stadtnähe, werden nicht weniger. Hervorheben möchte ich einen Fall aus der Gemeinde Hammah, wo 4 ha Mais neu eingesät werden mussten, weil Rabenkrähen  im Juni dieses Jahres die ca. 15 - 20 cm hohen Pflanzen aus dem Erdreich gerissen haben. 

 

Im Weiteren ist zu berücksichtigen, dass ab dem 01.01.2013 in Kehdingen ein über 5 Jahre laufendes Wiesenvogelschutzprojekt beginnt. Rabenkrähen richten erhebliche Verluste bei Wiesenbrütern an, so dass die Verlängerung der Schonzeitänderung sich durch vermehrte Rabenkrähenabschüsse positiv auf das Wiesenvogelschutzprojekt auswirken  kann.“ 

 

Danach ist die Änderung der Schonzeiten auch weiterhin zur Vermeidung von übermäßigen Wildschäden erforderlich.

 

Es bestehen keine naturschutzfachlichen Bedenken.

 

Der Jagdbeirat ist gem. § 39 Abs. 3 NJagdG mit dem Ergebnis gehört worden, dass er die Verlängerung aus den genannten Gründen für geboten hält.

 

Der Text der Änderungs-Verordnung ist als Anhang beigefügt.

Anlage/n:

Anlage/n:

Änderungsverordnung

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 VO zur Änderung der VO zur Änderung der Schonzeit für Rabe… (5 KB)