Landkreis Stade

Inhalt

Auszug - Projekt "Hüteschafbeweidung Kehdinger Moore"  

Sitzung des Ausschusses für Regionalplanung und Umweltfragen
TOP: Ö 5
Gremium: Ausschuss für Regionalplanung und Umweltfragen Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mi, 28.08.2019 Status: öffentlich
Zeit: 8:30 - 12:00 Anlass: Sitzung
Raum: Sitzungssaal Elbe
Ort: Am Sande 2, 21682 Stade
2019/1282 Projekt "Hüteschafbeweidung Kehdinger Moore"
     
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Sitzungsvorlage
Berichterstatter/in:KBR'in Pönitz
Federführend:Naturschutzamt Bearbeiter/-in: Hellwege, Anja
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis

Nach einer kurzen Einführung in die Thematik durch KBR´in Pönitz, stellt Herr Dr. Andreas das Projekt mit Hilfe einer Power-Point Präsentation vor. Die Präsentation ist dem Protokoll als Anlage beigefügt.

 

Im Anschluss daran gibt es unter den Kreistagsabgeordneten weiterführende Fragen, gerade mit Hinblick auf die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Projektes und mögliche Maßnahmen zum Schutz gegen Wolfsangriffe.

 

KA von der Decken erfragt z.B., was nach Ablauf der Förderung 2023 passiere und ob schon ein Schäfer gefunden worden sei.

 

Herr Dr. Andreas erwartet, dass der Schäfer, nach Ablauf der Förderung, das Projekt so gut weiterentwickelt habe, dass es sich von alleine trage. Der Landkreis Stade werde lediglich bei der Erstellung eines jährlichen Weidekonzeptes unterstützend tätig werden. Noch sei kein Schäfer unter Vertrag, es seien zu diesem frühen Zeitpunkt lediglich Vorgespräche geführt worden und ein Schäfer habe bereits starkes Interesse signalisiert.

 

Danach teilt KA Lefers seine Erfahrungen als Deichrichter bezüglich der Schäfersuche mit. Er habe nach der Ausschreibung siebzehn Bewerbungen von Schäfern für die Unterhaltung des Deiches in seiner Zuständigkeit erhalten. Die Nachfrage auf Seiten der Schäfer sei, seiner Meinung nach, also durchaus vorhanden. Darüber hinaus äußert er jedoch Bedenken, dass kein Markt für die Produkte des Schäfers, wie Wolle und Fleisch, vorhanden sei. Außerdem schlägt er vor, dass statt eines teuren Stallneubaus auch verwaiste Kuhställe gesucht werden könnten, zudem mehrere kleine Standorte sinnvoller seien als ein großer Stall.

 

Herr Dr. Andreas führt weiter aus, dass die EU-Förderung nur einen Stallneubau, der im Übrigen ins Eigentum des Landkreises Stade übergehe, vorsehe und dieser auch so gewollt sei, um Infrastruktur und Tourismus an diesem Standort zu bündeln.

Die 900 schäfereigenen Schafe waren u.a. die Grundlage für die Wirtschaftlichkeitsberechnung dieses Projektes. Der Eigenanteil des Landkreises Stade in Höhe von 681.890,06 € stammt aus dem Naturschutzfonds. Diese Einnahmen wiederum stammen hauptsächlich aus Ersatzgeldzahlungen. Er sagt zu, eine genaue Kostenaufstellung dieses Projektes nachzureichen, diese ist dem Protokoll als Anlage beigefügt.

Haupteinnahmequelle des Schäfers werden Einnahmen aus Beweidungsdienstleistungen sein, trotzdem könne er zusätzlich versuchen seine Produkte zu vermarkten.

 

Zum Thema Wolf führt Herr Dr. Andreas aus, dass allen am Projekt Beteiligten klar sei, dass der Wolf in der Gegend sei und von daher auch entsprechende Maßnahmen ergriffen werden müssten. Den Präventivschutz gegen den Wolf habe der Landkreis Stade schon bei der Planung des Stalls berücksichtigt. Förderungen für Maßnahmen zur Wolfssicherung außerhalb des Stalles, müssten vom Schäfer selbst beantragt werden. Eine Förderung für Kommunen sei in diesen Fällen nämlich nicht vom Land Niedersachsen vorgesehen.

 

 


Abstimmungsergebnis:

Einstimmig.

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Kostenaufstellung Hüteschafprojekt (414 KB)      
Anlage 2 2 Hüteschafbeweidung (3289 KB)