Landkreis Stade

Inhalt

Auszug - Schutzprogramm für Kampfläufer, Lachseeschwalben und andere Wiesenvögel im Vogelschutzgebiet V 18 Unterelbe; Schaffung einer befristeten Stelle für 5 Jahre   

Sitzung des Ausschusses für Regionalplanung und Umweltfragen
TOP: Ö 5
Gremium: Ausschuss für Regionalplanung und Umweltfragen Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Mi, 21.11.2012 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 8:30 - 12:45 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal
Ort: Am Sande 2, 21682 Stade
2012/0171 Schutzprogramm für Wiesenvögel im Vogelschutzgebiet V 18 Unterelbe - Prädationsmanagement
     
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Sitzungsvorlage
Berichterstatter/in:KBR Bode
Federführend:Naturschutzamt Bearbeiter/-in: Seggermann, Uwe
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis

Herr Amtsleiter Seggermann führt aus, dass in der Vergangenheit schon viel zum Schutz der Vogelwelt erreicht worden sei. Diese Erfolge würden nun aber durch Beutegreiferarten immer mehr in Frage gestellt werden, da diese vermehrt in der Nacht Gelege oder Küken angreifen. Der Schutz der Vogelpopulation soll z.B. durch Grabenerweiterungen oder dem Anbringen von Zäunen, aber auch durch Fangen oder Töten der Prädatoren sichergestellt werden. Ein Fachmann soll sich befristet um die Beratung der Revierinhaber kümmern und sich aktiv für die Beutegreifer-Kontrolle einsetzen. Ein Monitoring sei vorgesehen.

 

Das Programm wird übereinstimmend von allen Fraktionen begrüßt.

Herr KA Seefried begrüßt die Intention, Natur unter Einbeziehung der Beteiligten weiterzuentwickeln, zumal das Land bereit sei, entsprechende Maßnahmen über Jahre hinweg zu fördern.

Die Frage von Herrn KA Dr. Bredendiek nach den dafür vorgesehenen Landkreis-Mitteln wird dahingehend beantwortet, dass der Betrag von 200.000€ auf 5 Jahre verteilt aus dem Naturschutzfonds reserviert sei, für die Anschaffung von Fallen etc. nochmals 30.000 € vom Land zur Verfügung gestellt werden. 20.000,- € sind für die beschriebenen Maßnahmen beim Naturschutzfonds des Landkreises für das Haushaltsjahr 2013 eingeplant. Die einzurichtende Stelle soll auf 5 Jahre befristet eingerichtet werden, danach sei eine ehrenamtliche Weiterführung unter Verwendung der Restmittel geplant.

 

Herr Knabbe weist darauf hin, dass auch die Jägerschaft regulatorisch eingreifen könne.

Herr KA Hansen gibt zu bedenken, dass das Schutzprogramm lediglich ein Reparaturversuch für „Sünden der Vergangenheit" darstelle. Er bezweifelt, ob der Aufwand den Erfolg rechtfertige.

Frau KA Wein-Wilke hält es nicht für sinnvoll, dass Personalkosten aus Mitteln des Naturschutzfonds gedeckt werden.

Herr KA Lefers bemerkt, dass Naturschutz in der Vergangenheit eventuell auch zu weit gegangen sei. Dies zeige das Beispiel, dass durch Vernässungsmaßnahmen Wiesenbrüter verdrängt worden wären.

Herr Seggermann führt abschließend aus, dass die Mittel fallbezogen festgelegt werden und daher zweckgebunden sind. Der Erfahrungsaustausch mit anderen Regionen sei gegeben.

 


Abstimmungsergebnis:

Einstimmig.