Landkreis Stade

Inhalt

Auszug - Förderung der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft durch die Anlage von Blüh- und Huderstreifen; Abschluss einer Vereinbarung zwischen dem Landkreis Stade, der Jägerschaft Stade und dem Kreisbauernverband Stade e.V. zur Verwendung von Jagdsteuermitteln   

Sitzung des Ausschusses für Regionalplanung und Umweltfragen
TOP: Ö 4
Gremium: Ausschuss für Regionalplanung und Umweltfragen Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Mi, 21.11.2012 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 8:30 - 12:45 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal
Ort: Am Sande 2, 21682 Stade
2012/0172 Förderung der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft durch die Anlage von Blüh- und Huderstreifen;
Abschluss einer Vereinbarung zwischen dem Landkreis Stade, der Jägerschaft des Landkreises Stade e.V. und dem Kreisbauernverband Stade e.V. zur Verwendung von Jagdsteuermitteln
     
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Sitzungsvorlage
Berichterstatter/in:KBR Bode
Federführend:Naturschutzamt Bearbeiter/-in: Seggermann, Uwe
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis

Herr Amtsleiter Seggermann stellt das Projekt vor und betont die Intention der Initialzündung. Es sei nicht eine weitere Verwendung wertvollen Ackerlandes beabsichtigt, vielmehr sollen schwer zu bewirtschaftende Flächen einbezogen werden. Die Herausgabe einer Broschüre sei geplant.

              Herr KA Hansen weist auf Defizite in der Erfassung von fremdgenutzen Wegeparzellen hin.

Frau KA Biesenbach begrüßt das Vorhaben und fragt nach, ob es schon konkrete Flächenpläne gäbe und wie die Verteilung im Kreisgebiet vorgesehen sei.

Herr Knabbe weist darauf hin, dass in der Jägerschaft erst dann für die Aktion geworben werden könne, wenn die entsprechenden Mittel zur Verfügung stehen. Er spricht die sehr unterschiedliche Struktur im Gebiet des Landkreises an und weist darauf hin, dass auch sommerblühende Bäume gepflanzt werden könnten.

Herr KA Lefers erachtet die geplanten Maßnahmen ebenfalls als sinnvoll und fragt nach Mindestgröße der beanspruchten Flächen, ob Vereinbarungen jährlich abgeschlossen werden könnten und ob die Anerkennung als Kompensationsflächen möglich sei.

Herr Seggermann führt aus, dass an ein-, aber auch mehrjährige Blühstreifen gedacht sei, eventuell müsse eine erneute Aktivierung erfolgen. Ein Überblick über die getroffenen Maßnahmen solle in Kartenform ermöglicht werden. Eine Mindestgröße des Blühstreifens sei mit 2,5 m vorgesehen, die maximale Breite von 9 m sollte jedoch nicht überschritten werden, um möglichst wenig Ackerfläche zu beeinträchtigen. Die Förderung beziehe sich im Übrigen nicht auf die beanspruchte Fläche, sondern die Kosten für das ausgebrachte Saatgut und den Maschineneinsatz. Bei Neubaugebieten könnten die Kompensationsflächen mit einbezogen werden, ebenso ist bei den Gemeinden eine Einbeziehung von Wegerandflächen möglich.

Die Frage von Frau KA Wein-Wilke, ob auch „Zwischenflächen" in Betracht kämen, beantwortet Herr Seggermann dahingehend, dass auch eine Vegetationsperiode zur Inanspruchnahme der Förderung ausreiche.

Die Frage von Frau Washof, ob die Aussaaten hauptsächlich auf Wild-Insekten gerichtet seien, wird von Herrn Seggermann dahingehend beantwortet, dass keine Wildäsungsflächen angelegt werden sollen.

 


Abstimmungsergebnis:

Einstimmig.

             


Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Vereinbarung über die Förderung von Blüh- und Huderstreifen (14 KB)